Ausgangslage und Tendenz

Primärprävention zur Risikominderung

Die Erkrankungen des Herzens und der Gefäße stehen in den Statistiken der westlichen Industrienationen auf Platz 1. Dies liegt zum einen an der immer schon großen Bedeutung genetischer Faktoren, zum anderen an der zunehmenden Bedeutung sog. Lebensstil- bzw. Risikofaktoren für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen.

Während genetische Faktoren mittlerweise eine bedeutsame Rolle spielen bei der Diagnostik angeborener Herzmuskelerkrankungen, kann die Behandlung von kardiovaskulären Risikofaktoren im Sinne einer Primärprävention zur Vermeidung von Herzkreislauferkrankungen beitragen oder deren Verschlechterung im Sinne einer sekundärpräventiven Maßnahme verhindern. Neben Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel steht der Diabetes mellitus bei den Risikofaktoren ganz im Vordergrund. Bei bereits bestehender Erkrankung des Herzens oder der Gefäße stehen darüber hinaus eine ganze Reihe wirksamer Behandlungsmethoden zur Verfügung. Keine schwerwiegende chronische Erkrankung ist so gut behandelbar, wie die Erkrankung des Herzens oder der Gefäßen.
Aus diesem Grund umfasst unser Zentrum nicht nur eine humangenetische Abteilung zur Diagnostik angeborener Herzmuskel- und Herzrhythmuserkrankungen, sondern auch eine Spezialeinheit zur Schulung und Behandlung von Patienten mit drohendem oder manifestem Diabetes mellitus.
In unserem modernen Herzkatheter- und Hybrid-OP-Zentrum können Links- und Rechtsherzkatheter-untersuchungen, perkutane transluminale Gefäßangioplastien (PTCAs mit und ohne Stent), elektrophysiologische Untersuchungen, Ablationsbehandlungen bei Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmerablationen, renale Denervierungsbehandlungen bei therapierefraktärem Bluthochdruck, Interventionen an peripheren Gefäßen sowie die Implantation von Herzschrittmachers, Event-Recordern, internen Defibrillatoren sowie Herzinsuffizienzunterstützungsgeräten, vorgenommen werden.

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